Mördijk-Rotterdam-Gouda-Kinderdijk-Mördijk

4. Tag
Ostermontag, 12.04.2004
Mördijk-Rotterdam-Gouda-Kinderdijk-Mördijk

Wir starten heute ganz zeitig, da wir nach Rotterdam wollen und es uns in den Hafen zieht. Nach dem Gewirr der Autobahnen finden wir schnell in den Hafen und zur Abfahrtstelle der Spido-Boote (sehr gut ausgeschildert die Parkgarage Spido). Dort erstehen wir Kombi-Tickets für die Hafenrundfahrt und den Euromast. Auf geht es auf das Schiff zur Hafenrundfahrt. Da wir so zeitig dran sind, ist es noch relativ leer, so dass wir alles gut sehen können und die Kommentare sind in sehr vielen Sprachen, so dass man alles gut versteht. Die Hafenrundfahrt bietet einen sehr guten Überblick über das ganze Gebiet, den Hafen der alten Segelboote, ein toller Blick auf die große moderne Brücke und den Euromast. Vom Wasser gut zu sehen auch Delfshaven, die alte Stadt mit der Windmühle.
Auch geht es direkt in den Containerhafen mit den Trockendocks der Werften und wo uns die großen Kräne am meisten beeindrucken. Besonders ein Kran hat es uns angetan, der vom VEB Kranbau Eberswalde!
Schön auch das Hotel New York – das alte Haus der Holland-Amerika-Linie, direkt vor den Neubauten an der Brücke.
Nach der Bootsfahrt auf dem modernen Spido-Schiff laufen wir bei herrlichem Sonnenschein zum Euro-Mast, direkt durch einen frühlingshaften Park. Von dort genießen wir den Ausblick über die Stadt und den Hafen. In einer extra „Gondel“ fährt man direkt das letzte Stück des Turms nach oben und wird bequem in alle Richtungen gedreht.
Dann geht es zurück zum Parkhaus – immer am Wasser entlang. Einen Bummel zu den Kubus-Häusern und den anderen Sehenswürdigkeiten machen wir aus Zeitgründen nicht, aber dafür reicht auch ein extra Schlenker mit dem Auto. Wir fahren sogar direkt unter den Würfelhäusern durch – auch der Bleistift ist zu sehen!
Dann geht es weiter nach Gouda – ein nettes Städtchen, vor allem wegen des Käses bekannt. Wir bummeln durch die Altstadt. Neben den vielen schönen Häusern ist vor allem das Rathaus mitten auf dem dreieckigen Marktplatz beeindruckend. An der Seite ist eine „Spieluhr“, an der bei jeder halben Stunde die Figuren zum Klang des Glockenspiels herauskommen. Im Käsehaus kann man sogar am Feiertag Käse kosten und kaufen. Davon werden wir aber nicht satt, so dass wieder eine Tüte leckere, frische Fritten dran glauben müssen. Durch verwinkelte Gassen, bei der wir eine Töpferwerkstatt mit tollen Türmen entdecken (vielleicht Vorlagen zum Nachtöpfern?), gelangen wir zur Kirche mit beeindruckenden Glasfenstern.
Von Gouda aus fahren wir über die Nester Richtung Kinderdijk, wohin uns das Navigationssystem führt. Und das ist gut so, denn so fahren wir durch eine herrliche Landschaft mit Wassergräben, grünen Wiesen, schnuckeligen Häuschen mit gepflegten Gärten, Enten, Schafen, Kühen und Reihern. Absolut traumhaft. Ideal wären hier Radtouren zum Erkunden der Landschaft. Dann, kurz vor Kinderdijk erleben wir eine Überraschung: die Straße ist plötzlich zu Ende – nur Wasser zu sehen, aber keine Straße. Dafür aber eine Fähre – für uns alle (auch das Auto) eine Premiere und wirklich sehenswert.
Dann sind wir auch schon in Kinderdijk und bei den vielen, vielen Windmühlen. Windmühlen rechts und links des Weges und des Wassers und eine ist sogar zu besichtigen. Das lassen wir uns nicht entgehen, da die Technik immer interessant ist. Dann bummeln wir noch lange den Weg entlang der Mühlen und beobachten jede Menge Enten aller Sorten, denn das hier ist wirklich das Entenparadies.